Die Massentierhaltung von Hühnern

Es werden am Tag ca. 432.000 Hühner und im Jahr um die 150 Miliarden Hühner geschlachtet.  Etwa 97 % der Hühner leben in Bodenhaltung und auf viel zu kleinem Raum. Bis zu 26 Masthühner auf einem Quadratmeter. Die Überzüchtung von Masthühnern kann zu Problemen führen. Es gibt drei Arten von Masthühnerhaltung: In der Kurzmast werden die Masthühner schon nach etwa 28 bis 30 Tagen und mit einem Gewicht von etwa 1,5 kg geschlachtet.

Bei einer Mittellangmast werden die Masthühner nach etwa 35 Tagen und einem Gewicht von etwa 2 – 2,2 kg geschlachtet. Bei einer Langmast leben die Masthühner um die 42 Tage und erreichen ein Endgewicht von etwa 2,7 kg. Etwa 5 bis 7 % der Küken sterben bevor sie ihr (Schlacht-) Alter von ohnehin nur ein paar Wochen erreichen. Bei einer Haltungsform liegen die zulässigen Besatzdichten bei 33 bis 39 kg Lebensgewicht pro Quadratmeter das sind ungefähr bei 18 Masthühnern pro Quadratmeter. Untersuchungen stellen fest, dass die Obergrenze immer wieder überschritten wird. Der Stallboden wird nur einmalig vor Mastbeginn mit Pellets, Holzspäne oder Stroh eingestreut. Die Einstreuqualität verschlechtert sich in der Mastzeit und das Risiko für Verletzungen und Krankheiten steigt fortwährend.

Fast alle Masthühner leiden an schmerzhaften Fußballenerkrankung, da sie zwischen Einstreu und Exkrementen stehen müssen. Untersuchungen zeigen, dass zum Ende der Mastzeit der Boden aus  etwa 90 % aus Exkrementen und nur noch zu etwa 10 % aus Einstreu besteht. Die Masthallen sind künstlich beleuchtet und wenn man Glück haben kann, kommt noch ein bisschen Tageslicht hinein. Im Einsatz sind am häufigsten Lampen, die nicht so hell sind, das verlangsamt nämlich die Gewichtszunahme. Heizungen und Lüftungen regulieren in jeder Masthalle die Temperaturen  automatisch und passen sich schrittweise dem Alter der Hühner an.

Wenn die Klimareglung ausfällt oder nicht an die Bedürfnisse der Jungtiere angepasst ist, sinkt die Temperatur in der Halle. Die Jungtiere zittern und rücken ganz eng zusammen, zu niedrige Temperaturen können sogar bei den Küken das Ende bedeuten. Reicht im  Sommer die Kühlleistung nicht, wird es für Masthühner in einem vollbesetzten Stall dagege schnell zu heiß sein. Sie liegen dann mit gespreizten Flügeln und offenem Schnabel auf dem Stallboden und sterben an einem qualvollen Hitzetod. Masthühner leiden an Fehlstellung der Beine oder Hautverletzungen durch das Picken und kratzen der anderen Hühner.