Massentierhaltung verletzt das Recht der Tiere auf ein würdiges Leben

Masssentierhaltung ist sehr grausam. Aber was ist Massentierhaltung? Und welche Tiere sind betroffen?

Bei der Massentierhaltung werden viele Tiere zusammen in einem Raum eingesperrt und nacheinander geschlachtet. Ihr könnt euch das nicht vorstellen? Stellt euch vor, ihr seid mit 40 Leuten in einem 10 Quadratmeter kleinen Zimmer für mehrere Tage eingesperrt.

Doch zurück zu den Tieren: Es ist schon hart… Vor allem weil alles so eng ist. Die Tiere kriegen Panik und verletzen sich gegenseitig. Hühner hacken sich gegenseitig mit den Schnäbeln tiefe Wunden ins Fleisch. Um dies zu verhindern, werden ihnen die Schnäbel einfach abgeschnitten. Und auf einmal ist das Licht für immer aus… Es leben und sterben pro Jahr in Deutschland ca. 745 Mio. Tiere. In Deutschland werden 159 Millionen Hähnchen, 26,9 Millionen Schweine und 12 Millionen Kühe für die Massentierhaltung gezüchtet.

So sieht es hinter den „Kulissen“ aus:

Vielen Tieren wird Gewalt angetan: Nicht nur Schnäbel, sondern auch Ringelschwänze bei Schweinen werden abgetrennt. Bei über 50 Millionen Ferkeln werden pro Jahr die Eckzähne ohne Betäubung abgeschliffen.

Die Rechte der Tiere werden ignoriert und ihre Bewegungsfreiheit wird stark minimiert.

Das Leben in der Massentierhaltung sieht meistens so aus: Teilweise kommen schon ganz junge Tiere in die Massentierhaltung. Dort bleiben sie nicht lange. Kranke Küken zum Beispiel werden nach ihrer Geburt sofort geschreddert oder vergast. Auch  männliche Küken werden getötet, weil sie keine Eier legen und nicht so schnell Fett ansetzen.

Antibiotika wird massenhaft in die Tieren „reingestopft“, damit die kranken die gesunden Tiere nicht anstecken. Durch Medikamente sind die Tiere schneller schlachtreif, als wenn sie biologisch gehalten würden.

Doch wie schmeckt das Fleisch, das aus der Massentierhaltung stammt?

Das Fleisch ist wässriger, geschmackloser und nicht gesund. Da die Tiere unter sehr großem Dauerstress stehen, sind ihre Zellen anders und es tauchen Ähnlichkeiten mit Krebszellen auf.

Zusammengefasst finde ich Massentierhaltung respeklos den Tieren gegenüber. Die Tiere haben auch ein Recht zu leben und nicht gleich sofort geschlachtet zu werden.

 

Die Massentierhaltung von Hühnern

Es werden am Tag ca. 432.000 Hühner und im Jahr um die 150 Miliarden Hühner geschlachtet.  Etwa 97 % der Hühner leben in Bodenhaltung und auf viel zu kleinem Raum. Bis zu 26 Masthühner auf einem Quadratmeter. Die Überzüchtung von Masthühnern kann zu Problemen führen. Es gibt drei Arten von Masthühnerhaltung: In der Kurzmast werden die Masthühner schon nach etwa 28 bis 30 Tagen und mit einem Gewicht von etwa 1,5 kg geschlachtet.

Bei einer Mittellangmast werden die Masthühner nach etwa 35 Tagen und einem Gewicht von etwa 2 – 2,2 kg geschlachtet. Bei einer Langmast leben die Masthühner um die 42 Tage und erreichen ein Endgewicht von etwa 2,7 kg. Etwa 5 bis 7 % der Küken sterben bevor sie ihr (Schlacht-) Alter von ohnehin nur ein paar Wochen erreichen. Bei einer Haltungsform liegen die zulässigen Besatzdichten bei 33 bis 39 kg Lebensgewicht pro Quadratmeter das sind ungefähr bei 18 Masthühnern pro Quadratmeter. Untersuchungen stellen fest, dass die Obergrenze immer wieder überschritten wird. Der Stallboden wird nur einmalig vor Mastbeginn mit Pellets, Holzspäne oder Stroh eingestreut. Die Einstreuqualität verschlechtert sich in der Mastzeit und das Risiko für Verletzungen und Krankheiten steigt fortwährend.

Fast alle Masthühner leiden an schmerzhaften Fußballenerkrankung, da sie zwischen Einstreu und Exkrementen stehen müssen. Untersuchungen zeigen, dass zum Ende der Mastzeit der Boden aus  etwa 90 % aus Exkrementen und nur noch zu etwa 10 % aus Einstreu besteht. Die Masthallen sind künstlich beleuchtet und wenn man Glück haben kann, kommt noch ein bisschen Tageslicht hinein. Im Einsatz sind am häufigsten Lampen, die nicht so hell sind, das verlangsamt nämlich die Gewichtszunahme. Heizungen und Lüftungen regulieren in jeder Masthalle die Temperaturen  automatisch und passen sich schrittweise dem Alter der Hühner an.

Wenn die Klimareglung ausfällt oder nicht an die Bedürfnisse der Jungtiere angepasst ist, sinkt die Temperatur in der Halle. Die Jungtiere zittern und rücken ganz eng zusammen, zu niedrige Temperaturen können sogar bei den Küken das Ende bedeuten. Reicht im  Sommer die Kühlleistung nicht, wird es für Masthühner in einem vollbesetzten Stall dagege schnell zu heiß sein. Sie liegen dann mit gespreizten Flügeln und offenem Schnabel auf dem Stallboden und sterben an einem qualvollen Hitzetod. Masthühner leiden an Fehlstellung der Beine oder Hautverletzungen durch das Picken und kratzen der anderen Hühner.