Shift ein gutes Handy

Ich wohne in einem kleinen Ort namens Falkenberg. Dort hat ein besonderes Unternehmen sein Zuhause gefunden. Es heißt SHIFT und stellt fair produzierte Handys her. Ich habe mich mit einem der beiden Entwickler getroffen. In einem Interview berichtete mir Samuel Waldeck über die Geschichte von SHIFT. Er und sein Bruder Carsten Waldeck gründeten die Firma SHIFT 2014.

Interview:

Jannis: „Wie kamt ihr auf den Namen SHIFT?“
Samuel: „Shift bedeutet Veränderung oder Transformation und wir wollen mit Shift gerne etwas anders machen als viele andere Technikfirmen. Wir wollen gerne auf Nachhaltigkeit achten und auf die Natur und auf die Menschen, mit denen wir zusammen arbeiten und leben.“
Jannis: „Wie kamt ihr auf den modularen Aufbau des Handys?“
Samuel: „Wir bauen schon länger Smartphones, realisieren die Reparaturen hier in Deutschland und konnten so Erfahrungen sammeln, was es bedeutet Smartphones zu bauen, die einfach zu reparieren sind. Und weil uns wichtig ist, dass die Handys immer wieder repariert werden können und nicht weggeschmissen werden sollen, haben wir stetig optimiert. Es ist viel Arbeit, bis ein Smartphone entwickelt ist, besonders wenn der Aufbau modular ist und
einzelne Komponenten ganz leicht tauschen werden können.“
Jannis: „Laufen eure Geschäfte gerade gut?“
Samuel: „Ja ,wir sind sehr zufrieden. Wir sind immer noch ein sehr kleiner Smartphone-Hersteller, aber trotzdem sind wir zufrieden mit den Umsätzen, die wir machen können und merken, im richtigen Tempo zu wachsen. Es ist nicht unser Ziel, schnell groß zu werden, sondern, dass wir in genau der richtigen Geschwindigkeit wachsen, so dass es sich gut anfühlt.“
Jannis: „Wie viele Mitarbeiter habt ihr in Deutschland und in China?“
Samuel: „Wir haben in Deutschland knapp 20 Mitarbeiter und in China 12 Mitarbeiter.“
Jannis: „Wie entstehen die Namen für die Handys?
Samuel: „Die Zahl bezieht sich immer auf die Zollgröße des Displays. Das Shift6M hat ein 6 Zoll-Display. Es ist unser Neuestes und wenn es eine neue Version gibt, dann kommt eine weitere Zahl dazu, z.B. Shift6.1. Das „M“ das steht für Modular. Wir haben auch noch ältere Modelle. Die sind nicht modular aufgebaut.“
Jannis: „Was war es für ein Gefühl, als ihr euer erstes fertiges Handy in den Händen gehalten habt?“
Samuel: „Das ist eine gute Frage. Es war ein cooles Gefühl. Wenn man ein Produkt entwickelt, arbeitet man gerade bei einem Handy sehr lange bis das wirklich fertig wird und dann sein Produkt in den Händen zu halten, ist etwas ganz besonderes. Wir arbeiten zum größten Teil am Computer. Irgendwann sein Werk fertig zu erleben und zu entdecken, dass die vielen Gedanken, die wir uns gemacht haben aufgehen, ist eine besonders schöne Erfahrung.“
Jannis: „Wo kann man eure Handys kaufen?“
Samuel: „Unsere SHIFTPHONES kann man fast nur bei uns kaufen, aber es gibt ein paar faire Läden, die unser Smartphones anbieten. Das sind insgesamt 5 Stück, überall in Deutschland verteilt. Dort kann man sich anschauen und testen und auch kaufen. Die meisten Geräte verkaufen wir allerdings über unseren online Shop.“
Jannis: „Wie viele Leute kaufen bei euch im Durchschnitt Handys?“
Samuel: „Innerhalb der letzten 4 Jahre haben wir knapp 30.000 Geräte verkauft.“
Jannis: „Wie entstand eure Firma?“
Samuel: „Wir hatten die Idee einen Kamera-Kran zu bauen. Das ist ein Gerät, wo man ein Smartphone oder auch eine etwas größere Kamera dranhängen kann, um Aufnahmen zu machen. Wir hatten die Idee einen sehr handlichen Kamerakran zu bauen. Es gibt ja so ganz große Dinger, die auch für professionelle Filmarbeiten benutzt werden und wir wollten ihn etwas kompakter bauen. Die Idee haben wir auf einer Crowdfunding-Plattform vorgestellt. Crowdfunding-Plattform, das ist wie ein Marktplatz wo Ideen vorgestellt werden. Das heißt, es werden keine Produkte, sondern eine Idee verkauft, um Unterstützer zu sammeln, die das Projekt mit finanzieren. Als Dankeschön erhalten sie dann das fertige Produkt. Für das Projekt haben wir viele Unterstützer finden können. Als nächstes Projekt kam die Idee einen Bildschirm zu entwickeln über den man die Kamera steuern kann, die sich auf dem Kran befindet. Aus der Idee wurde aber dann doch über einige Umwege unser erstes Smartphone. 
Jannis: „Seid ihr zufrieden mit eurem Handy?“
Samuel: „Ja, wir sind sehr zufrieden mit unseren SHIFTPHONES, vor allem mit der Einfachen Reparierbarkeit, dem hochwertigen Design, der Leistung und der langen Akkulaufzeit.“
Jannis: „Was ist das besondere an eurem Handy?“
Samuel: „Das besondere an unseren SHIFTPHONES ist die faire Fertigung. In China haben wir eine eigene kleine Produktion mit 10 Mitarbeitern. Die werden dort gut bezahlt, müssen dadurch keine Überstunden machen, um ein gutes Leben zu haben. Wir wollen, dass es allen gut geht, die an unseren SHIFTPHONES arbeiten, hier in Deutschland und in China.“ 
Was passiert mit dem Geld?
48% Für Produktionskosten, Transport und Zölle.
25% Entwicklungskosten und Werkzeugherstellung
22% Abgaben, Zertifizierungen und Gewährleistung
5% Support für Sozial- und Nachhaltigkeitsprojekte
Meine Eltern haben auch ein Shiftphone und ich finde es toll. Irgendwann möchte ich auch ein Shiftphone haben.
Ganz besonders gefällt mir der modulare Aufbau und das es ein fair produziertes Handy ist. Diese Firma im Ort zu haben ist cool!